“Arc de Triomphe” d’Erich Maria Remarque

Club de Lectura d’Alemany
Dilluns 13 de novembre a les 19’30h
“Arc de Triomphe” d’Erich Maria Remarque

Avui us parlarem d’aquest novel·la d’Erich Maria Remarque, autor que es deia en realitat Erich Paul Remark, publicada el 1945 i traduïda al castellà amb el títol d’Arco de triunfo (trad. Selma Pereyra de Calimani. Ediciones Peuser, Buenos Aires, 1950). Aquí teniu la fitxa amb les pautes de lectura que hem repartit entre els integrants del club:

remarqueErich Maria Remarque
Geb. 22.6.1898 in Osnabrück
Gest. 25.9.1970 in Locarno / Schweiz
https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Maria_Remarque
http://www.biografiasyvidas.com/biografia/r/remarque.htm
http://www.remarque-gesellschaft.de/ (Mit Fotos von der Villa in der Schweiz)

Er war einer der erfolgreichsten Autoren des 20. Jahrhunderts und den Nazis vielleicht der verhassteste von allen „undeutschen“ Schriftstellern. Grund war sein pazifistischen Buch “Im Westen nichts Neues”. Wie so viele junge Männer seiner Zeit hatte er sich als Kriegsfreiwilliger gemeldet. Damals noch unter seinem bürgerlichen Namen Erich Paul Remark. Mit seinem 1929 vorgelegten Roman errang er Welterfolg. So desillusionierend hatte noch nie ein Autor den Krieg dargestellt. Bei der Premiere der Verfilmung von Lewis Milestone am 4.12.1930 in Berlin kam es zu ersten massiven Störungen durch nationalsozialistische SA-Schläger unter der Leitung des späteren Reichspropagandaministers Josef Goebbels. Wie Kurt Tucholsky floh Remarque bereits 1932 aus Deutschland, wo sich die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten längst abzeichnete. Remarque ging in die Schweiz. Bei den Bücherverbrennungen im Frühjahr 1933 waren es an erster Stelle die Exemplare des Anti-Kriegsromans von Remarque, die in mehr als 55 deutschen Städten ins Feuer geworfen wurden. Alle seine Werke wurden noch zur gleichen Zeit verboten. 1939, ein Jahr nachdem ihm die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt worden war, übersiedelte er in die USA, deren Pass er 1947 erhielt. In Hollywood hat er sich den Ruf eines Bonvivants und Autonarren erworben – vielleicht übertünchte er damit sein Gefühl der Entwurzelung, der Heimatlosigkeit: „Die ganze Heimat und das bisschen Vaterland, die trägt der Emigrant (…) an seinen Sohlen“. Schon 1932 hatte er seine Lebensstimmung mit den Worten notiert: „Vielleicht bin ich unglücklich, aber ich will es nicht wissen.“ Von 1937 bis 1940 verband Erich Maria Remarque eine leidenschaftlich-dramatische Liebesbeziehung mit der ebenfalls aus Nazi-Deutschland in die USA emigrierten Schauspielerin Marlene Dietrich1948 kehrte Remarque nach Europa zurück. 1970 starb er in seiner Wahlheimat Tessin Sein letzter Roman “Schatten im Paradies” erschien 1971 postum.

arcDie Erzählungen und Romane von Erich Maria Remarque sind vielfach verfilmt worden, beispielsweise „Der Weg zurück“ (1931), „Drei Kameraden“ (1938), „Arc de Triomphe“ 1946 und 1985 https://www.youtube.com/watch?v=eAFAfTkAe5Y , „Zeit zu leben, Zeit zu sterben“ (1954), oder „Die Nacht von Lissabon“ (1962).
Autor: Hajo Jahn http://www.exilarchiv.de/DE/index.php?option=com_content&task=view&id=941&Itemid=1&lang=fa

Ein prägendes Ereignis

Der Dramatiker Rolf Hochhuth erinnerte in seiner Rede zum 50. Jahrestag der Bücherverbrennungen am 10. Mai 1983 in Wien an einen der schlimmsten Fälle von Sippenhaftung während des Dritten Reichs, an „Elfriede Scholz, die in Dresden ihrer Bemerkung wegen denunziert worden war, Hitler werde seinen Krieg verlieren. Man brachte sie nach Berlin vor den Präsidenten des sogenannten Volksgerichtshofes, der übrigens ein dichtender Intellektueller war, vor Dr. Roland Freisler, der einen Roman über Ulrich von Hutten veröffentlicht hat. Freisler – was auf mittelhochdeutsch: »Der Schreckliche« hieß – verurteilte in einem seiner Schnellverfahren die Frau wegen ihrer »defaitistischen« Vermutung zu einigen Jahren Zuchthaus.

Dann blätterte er noch in ihrer Akte. »Geborene Remark?« fiel ihm auf. »Aus Osnabrück?«
Die Verurteilte bejahte.
Freisler: »Sind Sie etwa verwandt mit jenem Osnabrücker, der sich Remarque nennt und Im Westen nichts Neues geschrieben hat?« Die Frau bestätigte: »Der ist mein Bruder.«
Daraufhin brachte Freisler sie nicht ins Zuchthaus, sondern unter die Guillotine.

Zum Buch Arc de Triomphe. Inhaltsangabe
Berichtet wird das Exilschicksal des Arztes Ravic, der in Wirklichkeit Ludwig Fresenburg heißt. Nachdem er aus dem KZ geflohen ist, emigriert er nach Frankreich und taucht in Paris in einem heruntergekommenen Emigrantenhotel unter. Ravic erlebt dort die kurze Zeitspanne von November 1938 bis zum Vorabend des Zweiten Weltkrieges im September 1939.
Durch seine Erlebnisse als Soldat im Ersten Weltkrieg und seine unmenschlichen KZ-Erfahrungen erahnt Ravic bereits die zerstörerische Kraft des erstarkenden Faschismus. Mit dieser Vorbelastung versucht er als Exilant ohne Pass, ohne Identität und ohne Rechte in Paris zu überleben. Ravic schottet sich von der Welt ab, trinkt und verdrängt seine Vergangenheit.Sein Leben ist geprägt durch die Liebe zu zwei verschiedenen Frauen, von denen er die erste im KZ verlor. Auch einige Zeit später, im Exil in Paris, leidet Ravic noch sehr unter dem Gefühl, dass er ihr nicht mehr helfen konnte.In einem Pariser Cafe trifft er zu seinem Entsetzen Sybils Peiniger, den Gestapoagenten Haake wieder. Für Ravic verkörpert dieser zugleich das unmenschliche Regime und die persönliche Schuld des Einzelnen, denn Haake dient dem Faschismus und hat mit eigenen Händen Sybils Tod verursacht. Ravic verspürt großen Hass gegenüber Haake und trachtet nach Rache. … (Hier wird nichts weiter verraten.)
Neben dem Exilschicksal steht die ungewöhnliche Liebesbeziehung zwischen Ravic und seiner zweiten großen Liebe, der Schauspielerin Joan Madou. Beide begegnen sich am Ufer der Seine, als Ravic Joans Selbstmordversuch verhindert. Von da an findet Ravic in der gemeinsamen Zeit mit Joan große Erfüllung. Sie schenkt ihm viele gemeinsame, beschwörende und sehr intime Stunden in Bars und Hotels, wo sich beide mit viel Alkohol eine Welt der Illusionen schaffen. Doch auch diese Beziehung ist nicht von Dauer. Trotz aller vorherigen Versuche, seinem Schicksal als Exilant zu entgehen, stellt Ravic sich schließlich der Deportation in ein französisches Internierungslager, um seine Würde zu behalten. Vor dem Abtransport verabredet er sich jedoch mit seinem Freund Morosow, sich nach Kriegsende in ihrem gemeinsamen Lieblingsrestaurant zu treffen.
https://www.google.es/?gfe_rd=cr&ei=yq3wV5WhLais8wfcwYm4Bw#q=remarque+arc+de+triomphe+pdf (Der komplette Roman als pdf)

Pressestimme
Ravic, der Arzt und Flüchtling, bezeichnet den Gipfelpunkt des Schriftstellers Remarque, der hier keinen “überhöhten Journalismus” mehr betreibt, sondern der das ist, war er sein will: Ein “Storyteller”, ein Geschichten-Erzähler, wie er sie in der Literatur von Homer bis Tolstoi zu erkennen glaubt: “Es geht darum, daß man eine Handlung, die Beziehung zur Zeit hat, geradezu erzählen kann, ohne Spinnereien.” (Aus einem Spiegel-Artikel aus dem Jahr 1952, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-21058617.html)

Darüber könnten wir sprechen
Einige von euch haben schon den Roman, die Nacht von Lissabon gelesen. Seht ihr Parallelen zu dem Roman Arc de Triomphe?
Was lässt sich über die Protagonisten sagen? (Charakter und Handlungsweise). Ist Ravics Schicksal exemplarisch für das Schicksal vieler Emigranten?
Umgang mit der Geschichte im Roman (siehe Spiegel-Zitat)? Handelt es sich um einen Geschichtsroman, einen Gesellschaftsroman…? Ist Remarque ein „Chronist des 20. Jahrhunderts“? Steht er in der Tradition des realistischen Romans?
Welche Frauengestalten finden wir in diesem Roman und wie werden sie dargestellt?
Remarque nennt sich einen „militanten Pazifisten“. Zeigt sich das auch in diesem Roman? Ist Remarque ein Moralist?
Wie beurteilt ihr Ravics Verhalten gegenüber dem Gestapoagenten Haake? Und am Schluss?
Wodurch entsteht die Sogwirkung des Romans, die es einem unmöglich macht, das Buch beiseite zu legen.
Welche „starken Sätze“ habt ihr gefunden?
Remarque war ein Bestsellerautor, könnt ihr euch erklären warum? In welcher Beziehung stehen hier wirtschaftlicher Erfolg und literarische Qualität? Ist der Roman „leichte Kost“?
Was wäre euch wichtig, wenn ihr den Stoff verfilmen würdet, wie würdet ihr den Film beginnen lassen, wie sollte er enden?

Parallelen
• Edgar Hilsenrath: Nacht (Taschenbuch im dtv Verlag. ISBN 978-3-423-13547-4, von Arc de Triomphe inspiriert, s. http://www.hilsenrath.org/export/webarchiv/www.edgar-hilsenrath.de/arcde.php)
• Ernest Hemingway (war Kriegsreporter und Autor der „lost generation“)
• Alfred Döblin: Schicksalsreise. Bericht und Bekenntnis. (= Gesammelte Werke, Bd. 18), Fischer, Frankfurt am Main 2014 [Besonders der 1. Teil: Europa, ich muss dich lassen.]
Viel Spaß beim Lesen!
Claudia

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